Impfangebot

Zeckenschutzimpfung (FSME-Impfung)

Von März bis Oktober ist Hochsaison für Zecken. Sie sind in Wald und Flur in bis zu 2.000 Meter Höhe zu finden und sitzen auf Pflanzen, um von dort von vorbeilaufenden Menschen abgestreift zu werden. Teils bleiben Zeckenstiche unbemerkt. Zecken können jedoch gefährliche Erkrankungen übertragen, z. B. Borreliose und FSME.

Was ist Borreliose?
Die Borreliose ist eine durch Bakterien hervorgerufene Erkrankung. Die Bakterien halten sich v. a. im Darm der befallenen Zecken auf und werden meist erst 12 bis 24 Stunden nach dem Stich übertragen. Wird die Zecke frühzeitig, z. B. am Arbeitsende, entdeckt und entfernt,
kann in den meisten Fällen eine Infektion verhindert werden. Die Borreliose ist immer mit einem Antibiotikum zu behandeln, um mögliche chronische Folgesschäden zu verhindern. Eine Impfung gegen die Borreliose gibt es nicht.

Was ist FSME?
FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine durch Zeckenbisse übertragene Viruserkrankung, die das zentrale Nervensystem angreifen kann. Es gibt keine direkte Therapie bei FSME, jedoch ist eine Impfung möglich.

Warum ist eine Impfung wichtig?
- Schutz vor einer potenziell schweren Erkrankung.
- Besonders relevant für Personen, die sich häufig in der Natur aufhalten.
- Effektive Vorbeugung, da es keine spezifische Behandlung für FSME gibt.

Die Impfschemata variieren je nach Impfstoff:
2. Impfung: ein bis drei Monate nach der ersten Dosis
3. Impfung: fünf bis 12 Monate (bzw. neun bis zwölf Monate) nach der zweiten Dosis
Impfschemata mit kürzeren Abständen sind möglich, jedoch ist die Schutzwirkung dann etwas geringer. Die erste Auffrischimpfung sollte nach drei Jahren erfolgen. Die weiteren Auffrischimpfungen sollten alle fünf Jahre, ab dem 60. (bzw. 50.) Lebensjahr alle drei Jahre erfolgen.

Impfung beim Betriebsarzt:
Sie können die Zeckenschutzimpfung auch bei unserem Betriebsarzt durchführen lassen. Für eine Terminvereinbarung wenden Sie sich bitte an Frau Maigler (5124) oder Frau Schellig (5116) vom arbeitsmedizinischen Dienst.

Wichtig bei einem Zeckenstich im Dienst:
Jeder Zeckenstich, der während der Arbeit erfolgt, sollte mit einer Unfallmeldung dokumentiert werden. Dieser Nachweis ist wichtig, wenn im Erkrankungsfall die Frage gestellt wird, ob es sich um eine Berufskrankheit handelt oder nicht.